
Judentum, Christentum und Islam beanspruchen Abraham als Stammvater. An im lässt sich verdeutlichen, was die Religionen trennt, aber auch, was sie eint. Abraham kann als gemeinsamer Vater des Glaubens, als Leitfigur einer Ökumene gelten, die Juden, Christen und Muslime zur Besinnung auf ihre Wurzeln einlädt, sie einander näher bringt und ihre weltweiten Spannungen und blutigen Kämpfe beenden hilft.
Karl-Josef Kuschel stellt die Real-Visionen einer abrahamischen Ökumene vor Augen. Er nimmt die Differenzen zwischen den drei großen monotheistischen Religionen ernst und wirbt zugleich aus religiöser Überzeugung heraus für Friedens- und Verständigungsprozesse. Das fundierte und verständlich geschriebene Grundlagenwerk zum Zusammenleben von Juden, Christen und Muslimen nimmt von seiner theologisch reflektierten Basis her die Konsequenzen für die gesellschaftliche und politische Praxis in den Blick.
Kuschels Beitrag zum Trialog zwischen Juden, Christen und Muslimen zeigt Wege in eine friedliche gemeinsame Zukunft auf.
Über den Autor
Karl-Josef Kuschel, geb. 1948, Dr. theol., ist Professor an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Tübingen und lehrt dort Theologie der Kultur und des interreligiösen Dialogs.
