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Jugendcamp »Find your World«

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Fazit
 
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Die Organisatoren
»Für uns war es ein erfolgreiches Projekt. Erstens hat es funktioniert mit religiösen Leuten und nicht mit Leuten, die so tun als wären sie religiös, und die letztlich sagen: Ach egal, wir sind doch alle gleich, wir machen uns hier ne schöne Zeit. Nein, wir hatten große Auseinandersetzungen. Außerdem ist hier im Camp zum ersten Mal das theoretische Konzept des ›Projekt Weltethos‹ in die Praxis umgesetzt worden.«
»Was wir auf jeden Fall erreicht haben, ist, dass die Teilnehmer in der Auseinandersetzung mit den jeweils anderen Religionen viel über sich selbst erfahren haben und viel für sich mitnehmen konnten. Standfestigkeit in der eigenen Religion, da sind wir ein ganzes Stück weitergekommen. Aber bei der Dialogbereitschaft, einer der wesentlichen Anliegen des ›Projekt Weltethos‹, haperte es noch etwas. Überraschend war, dass es offensichtlich sehr schwer ist, die Sicht des anderen einzunehmen … Ich denke, hier ist noch viel zu tun.«
»Aber über alle Gräben hinweg gab es sehr schöne, menschliche Begegnungen. Einerseits konnten wir unheimlich harte Diskussionen über den Glauben, den eigenen Standpunkt beobachten, aber dann auch erleben, wie sich auf der menschlichen Ebene ganz viel abgespielt hat, wenn z. B. Igor, ein Christ und Kirchenmusiker mit Yellow, dem muslimischen Graffiti-Sprayer ein gemeinsames Projekt plant. Wir konnten häufig beobachten: Da hat sich was verändert, da haben sich Leute gefunden und Lust bekommen, weiter zu experimentieren mit dem Thema Weltethos.«
 
David (Jude)
»Das Camp hat einen positiven Verlauf genommen. Ich hatte ja von Anfang an keine Zweifel, dass im kleinen Kreis die Zusammenarbeit der drei Religionen funktionieren würde. Vernünftige Leute vertraten die drei Religionen im Camp. Man war zu Kompromissen bereit.
Doch man muss auch sehen, dass es Fanatiker in allen drei Religionen gibt. Diese verhindern leider den Trialog der drei abrahamischen Religionen und zerstören die Hoffnung auf baldigen Frieden, z.B. im Nahen Osten oder in Jugoslawien. Trotzdem sollte man nie aufhören zu versuchen, im Alltag mit jedem Menschen auszukommen.«
 
Judith und Michael (Christen)
»Das ›Projekt Weltethos‹ entwickelte und zeigte sich uns auf der menschlichen Ebene – in Gesprächen, beim Kochen, Spielen oder Essen. Die persönliche Begegnung wurde im Verlauf der Woche immer ungezwungener und lockerer, die menschliche Ebene war das Wichtigste. Viele Fragen bezüglich der Durchsetzbarkeit und der Theorie des Projekts blieben offen.
Wir denken, dass wir das ›Projekt Weltethos‹ ganz einfach gelebt haben – ohne Krampf und Zwang auf persönlicher Ebene. Wir haben gemeinsam eine erlebnisreiche Zeit mit vielen Höhen und Tiefen erlebt.«
 
Igor (Christ)
»Die theologischen und theoretischen Fragen des Weltethos haben für mich eher im Hintergrund gestanden. Ganz praktische Fragen wie: Welcher Teller wird zu welcher Mahlzeit benutzt? waren plötzlich wichtig. Fragen, an denen sich Konflikte entzündet haben.
Es waren aber genau die Fragen, über die wir dann zusammengefunden haben. Und wir haben es geschafft, die ganze Zeit zusammen zu bleiben. Das ist für mich der eigentliche Erfolg der Weltethos-Idee und dieses Camps.«
 
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-›› Es brennt, es brennt!!
-›› Nach dem Brand
-›› Erstes Treffen aller Gruppen
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-›› Koscher oder nicht koscher …
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