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Jugendcamp »Find your World«

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Streitpunkte und Uneinigkeiten:

Koscher oder nicht koscher, das ist hier die Frage.
 
 

Die Organisatoren

»Was zu Beginn der zweiten Phase sehr schwierig war, war die Tatsache, dass sich in den Einzelhütten ganz bestimmte Lebensstile herausgebildet hatten. Jetzt waren wir auf einmal alle zusammen. [...]
Ein Beispiel war unser großer Ketchup-Streit am ersten Abend. Wir waren ja alle einverstanden damit, koscher zu essen. Nun gibt es Ketchup, das koscher ist und welches, das nicht koscher ist. Dummerweise hatten wir nur das nicht-koschere da. Ergebnis war eine hitzige Debatte über die Frage, ob sich eigentlich alle dem jüdischen Gesetz unterordnen müssen oder nicht.
Die einen meinten, wenn wir schon zusammenleben, müssen wir uns auch alle daran halten. Die anderen wandten ein, dass man doch unterschiedlichen Glaubens sei und deshalb auch unterschiedlich leben dürfe. Wir haben das von unserem christlichen Hintergrund her auch zu naiv eingeschätzt. Wir dachten, ach, mit vegetarischer Ernährung kommen wir hin. Aber für religiöse Juden ist es einfach nicht möglich über das Koschere hinwegzusehen.«

David (Jude)
»Als die zweite Phase im gemeinsamen Haus der drei Weltreligionen begann, standen die Christen relativ allein gegenüber den Juden und Muslimen da. Im gemeinsamen Haus wurde eine koschere Küche eingerichtet, womit sich die Muslime identifizieren konnten, doch die Christen mussten diese Küche zunächst kennen lernen. Die christliche Gruppe fühlte sich bedrängt und wusste nicht, wie sie sich verhalten sollte, um die anderen Religionen nicht zu verletzen.«

Dilek (Muslima)
»Neco (Muslim) und Genrich (Jude) waren bereits vorgefahren, um das gemeinsame Haus vorzubereiten und die Küche nach Milchigem und Fleischigem zu trennen.
Bereits am ersten Abend knallte alles zusammen. Zunächst war ich orientierungslos, welches Geschirr ich wohin stellen durfte und was ich für welchen Zweck benutzen durfte. Aber schon nach einigen Tagen fiel einem die Trennung leichter.«

Kida (Muslim)

fasst sich an die Brust und sagt: »Wisst ihr schon, dass Pamela Anderson nicht koscher ist? Viel Fleisch und viel Milch ...«

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