
Weltethos international
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ASIEN/AUSTRALIEN
China
Im Jahr 1997 fand in Peking die Erste Konferenz über Weltethos und traditionelle chinesische Ethik statt (10.–12. September). Die Teilnehmer waren religiöse und akademische Persönlichkeiten aus ganz China, die sich mit ethischen und religiösen (konfuzianisch, daoistisch, buddhistisch oder christlich) sowie mit politischen, juristischen, ökonomischen, historischen, philosophischen oder humanistischen Studien befassten.
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Erste Konferenz 1997 in Peking
2001 folgte die Zweite Konferenz über Weltethos und traditionelle chinesische Ethik (Peking, 10.–14. Oktober) mit führenden chinesischen Gelehrten. Das von verschiedenen akademischen Einrichtungen in China gemeinsam mit der Stiftung Weltethos organisierte Kolloquium zeigte, wie die Weltethos-Thematik in der großen humanistischen Tradition Chinas verwurzelt ist. In ihrem abschließenden Statement betonten die Teilnehmer, welch große Unterstützung die Goldene Regel, das Prinzip der Gegenseitigkeit bzw. Menschlichkeit und die vier unverrückbaren Weisungen aus der chinesischen Tradition haben und wie wichtig diese Prinzipien für die heutige chinesische Gesellschaft sind. Sie regen an, die Grundlagenforschung zur Weltethos-Thematik in China weiter voranzutreiben, und hoffen, dass sich diese Ideen international wie auch in China weiter durchsetzen.
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Zweite Konferenz 2001 in Peking
Ende Oktober 2009 besuchten Prof. Küng und Dr. Schlensog Peking und brachten dabei ein dichtes Programm von Vorträgen und Begegnungen hinter sich. Dabei konnten sie auf den schon seit vielen Jahren bestehenden akademischen Kontakten aufbauen. Prof. Küng sprach an der Renmin Universität zur Eröffnung eines Zentrums für Religionswissenschaft und zur Eröffnung der 2. Weltkonferenz für Sinologie. Dr. Schlensog referierte dort über Programmatik und Verbreitung der Weltethos-Idee. An der Peking Universität hielt Prof. Küng einen Vortrag über das neue Manifest zu einem globalen Wirtschaftsethos und einen Dialog mit dem renommierten Philosophen Tu Weiming. Dieser stellte in Aussicht, an der Peking Universität ein »Global Ethic Center« für China aufzubauen. Bei Gesprächen mit hochrangigen Regierungsvertretern, vor allem Religionsminister Wang Zuoan, konnten Prof. Küng und Dr. Schlensog eine große Aufgeschlossenheit für den Weltethos-Gedanken feststellen. Der Besuch stieß auf großes Interesse in den chinesischen Medien. Die Kontakte nach China wurden 2010 von Dr. Schlensog mit Vorträgen in Hong Kong und Shanghai weiter vertieft.
Gute Fortschritte macht auch das Partnerprojekt in Hong Kong: Mit dem dortigen Institut für Sino-Christian Studies (Leitung Dr. Daniel Yeung) wurde vor zwei Jahren ein gemeinsames Projekt zur Übersetzung und Adaption der Lehrmittel und Medien der Stiftung Weltethos für das Schul- und Universitätssystem von Hong Kong vereinbart. Eine Zusammenarbeit mit dem Hong Kong Institute of Education zur Verankerung der Weltethos-Thematik in der Lehrkräfteausbildung ist fest etabliert. Die Projektverantwortliche, Dr. Gao Xin, präsentierte beim oben genannten Sinologenkongress in Peking die Fortschritte und Perspektiven dieses Projekts – auch für Festland-China. Das erste Weltethos-Schulbuch soll in Hong Kong Mitte 2010 erscheinen.
Indien
Die Konferenz über Weltethos und traditionelle indische Ethik (Neu Delhi, 23.–24. November 1997) wurde von der Stiftung Weltethos gemeinsam mit Svami Agnivesh/Neu Delhi veranstaltet. Wissenschaftler und Aktivisten aus ganz Indien versammelten sich, um eine indische Antwort zu formulieren, sowohl auf die Erklärung zum Weltethos des Parlaments der Weltreligionen als auch auf die Allgemeine Erklärung der Menschenpflichten, wie sie vom InterAction Council vorgeschlagen wurde.
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Erste Konferenz 1997 in Neu Delhi
Australien
Große Beachtung erfuhr die Weltethos-Thematik beim 5. Parlament der Weltreligionen in Melbourne: mit einem Vortrag von Prof. Küng zu einem globalen Wirtschaftsethos und insgesamt drei großen Diskussionsforen mit Hans Küng. Zudem ergaben sich für die Stiftung wertvolle Kontakte mit den australischen Verantwortlichen des Parlaments. Mit den dortigen Kontaktpersonen wurden Möglichkeiten der Gründung eines »Global Ethic Centers« in Melbourne sondiert.
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